{"id":12,"date":"2022-04-05T16:12:45","date_gmt":"2022-04-05T14:12:45","guid":{"rendered":"https:\/\/steilshoop-nicht-mehr-vom-gleichen.de\/?page_id=12"},"modified":"2022-09-16T10:43:00","modified_gmt":"2022-09-16T08:43:00","slug":"gestalte-deine-website-mit-bloecken","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/steilshoop-nicht-mehr-vom-gleichen.de\/index.php\/gestalte-deine-website-mit-bloecken\/","title":{"rendered":"Worum geht&#8217;s es uns?"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns alignwide are-vertically-aligned-top is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Uns geht es um den Stadtteil Steilshoop.<\/p>\n\n\n\n<p>Genauer: Um \u201eNeu-Steilshoop\u201c, um das Quartier der Gro\u00dfwohnsiedlung.<\/p>\n\n\n\n<p>Steilshoop ist ein armes Quartier. Eines der \u00e4rmsten in Hamburg. Obwohl seit vielen Jahren hier immer wieder mit \u00f6ffentlichen Mitteln saniert wird, ist es ausweislich des j\u00e4hrlichen, von der Baubeh\u00f6rde herausgegebenen Sozialmonitorings, \u00e4rmer geworden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und es ist (neben dem kleinen Harburger Ph\u00f6nix-Viertel) mit mehr als 20.000 Einwohnern\/km\u00b2 <strong>das am dichtesten besiedelte Quartier der Stadt<\/strong>. Hier leben sehr viele Transferleistungen beziehende Menschen auf engem Raum.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgerechnet hier bei uns soll als Schwerpunkt des bezirklichen Wohnungsbaus das Wohnen weiter verdichtet werden:&nbsp; In unattraktiven, engen und \u00f6kologisch nicht nachhaltigen Ringbauten sind in unserem Stadtteil etwa 500 weitere Mietwohnungen f\u00fcr bis zu 2000 Menschen im SAGA-Systembau geplant.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir wollen einen Planungsstopp f\u00fcr diese geplante Bebauung erreichen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir wollen stattdessen eine Gesamtplanung f\u00fcr Steilshoop erreichen<\/strong> mit einer echter und nicht nur \u201epro forma\u201c-<strong>Beteiligung der Bewohner*innen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausgangslage in Steilshoop ist so: Die Infrastruktur ist mangelhaft:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Viele Infrastruktureinrichtungen haben wegen der hohen Mietpreise im Einkaufszentrum und der niedrigen Kaufkraft im Quartier den Stadtteil verlassen \u2013 wie REWE, wie die Bank und der Buchladen, die B\u00e4ckerei NUR HIER, der Schuhladen, der Juwelier etc. \u2013 oder sind an den Rand au\u00dferhalb von Steilshoop gezogen \u2013 wie die Post.<\/li><li>Das letzte Restaurant mit Abendgastronomie hat angesichts der Mietforderung vor Jahren aufgegeben.<\/li><li>Der Wochenmarkt ist angesichts dieses Umfeldes und trotz der Neugestaltung einer \u201eMarkt- und Eventfl\u00e4che\u201c eingegangen.<\/li><li>Viele \u00c4rzte sind in Stadtteile mit mehr Privatpatienten gezogen, die verbliebenen sind vollkommen \u00fcberlastet, es gibt so gut wie keine Spezialisten.<\/li><li>Die Stadt Hamburg hat vor kurzem eine intakte Sporthalle abgerissen \u2013 und damit auch das Angebot f\u00fcr die jetzige Bewohnerschaft verschlechtert.<\/li><li>Die st\u00e4dtische Kita wird seit Jahrzehnten in zweckentfremdeten Wohnungen betrieben, weil es keine ad\u00e4quaten Fl\u00e4chen gibt, Ersatz ist nicht in Sicht.<\/li><li>Selbst bei der neuen U-Bahn spart der Senat: Sie soll in Steilshoop nur einen einzigen Halt bekommen und auch am Bahnhof R\u00fcbenkamp \u2013 eigentlich Umsteigepunkt zur S-Bahn \u2013 ohne Halt vorbeirauschen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Senat und Bezirk Wandsbek m\u00f6chten ausgerechnet hier 500 zus\u00e4tzliche bis zu siebengeschossige Wohneinheiten im schlichten SAGA-Systembau errichten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzliche Infrastruktur wird nicht mitgeplant, weder Gewerbe noch Pflege oder Gastronomie, keine Sportfl\u00e4chen, auch keine kulturellen Angebote, ganz abgesehen von fehlendem Parkraum.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wohnumfeld und die Entwicklung des armen Stadtteils spielen bei den Neubauplanungen keine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Die abgerissene Sporthalle soll nicht ersetzt werden und zwei bisher vorhandene von zwei Sportvereinen genutzte Fu\u00dfballpl\u00e4tze sollen auf einen reduziert werden. An \u00f6kologische Vorgaben will man sich nicht halten (Dach\/Fassadenbegr\u00fcnung, urban gardening, gr\u00fcner Ring).<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Hamburger \u201eDrittelmix\u201c ist nicht vorgesehen, es soll auch keine Baugemeinschaften oder Genossenschaften, keine Wohnprojekte geben<strong>, alles Themen, die die Wandsbeker Koalition eigentlich fest verabredet hatte (s.u.).<\/strong> Gilt aber nicht f\u00fcr Steilshoop.<\/p>\n\n\n\n<p>In unattraktiven, engen Ringbauten \u2013 teilweise direkt im zu sch\u00fctzenden \u201eGr\u00fcnen Ring\u201c der Hansestadt &#8211; sollen jeweils 8,- \u20ac\/Quadratmeter Mietwohnungen der SAGA entstehen. Falls es nicht Wohnungen f\u00fcr 12,-\u20ac \/Quadratmeter Miete werden, mit denen die letzten freien Fl\u00e4chen des Quartiers bebaut werden sollen, weil ja die Preise steigen &#8211; wie die SAGA bereits mitteilte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gegen diese Planung wehren sich Steilshooper Bewohner, Vereine und Initiativen seit Jahren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Kritik:&nbsp; in Steilshoop soll in Fortf\u00fchrung der 1960er Stadtteilentwicklungsplanungen <strong>\u201emehr vom Gleichen\u201c<\/strong> gebaut werden, statt das Quartier insgesamt attraktiv zu machen, also Infrastruktur und Kaufkraft mit zu st\u00e4rken. Steilshoop besteht schon heute aus hohen Wohnringen. Die Fortf\u00fchrung dieser \u00fcberkommenen Architektur wird die Entwicklung des Stadtteils zu mehr Attraktivit\u00e4t, zu mehr Lebensqualit\u00e4t nicht f\u00f6rdern. Die Vorgaben des Baugesetzbuchs w\u00fcrden in keiner Weise ber\u00fccksichtigt, siehe \u00a7 1 BauGB.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kein Vorschlag aus dem Quartier fand bislang Ber\u00fccksichtigung. In Steilshoop wird vom Senat eine r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte und r\u00fccksichtslose Stadtentwicklung betrieben und die formulierten Bewohner*innen-Interessen nicht in die Planungen einbezogen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Blick in die <strong>Wandsbeker Koalitionsvereinbarung von SPD und GR\u00dcNEN<\/strong> zeigt jedoch, dass genau die Forderungen aus Steilshoop eigentlich bezirkliches \u201eRegierungsprogramm\u201c sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Insbesondere \u201einsbesondere Wohnungsbaugenossenschaften und Baugemeinschaften\u201c sollen bei der Vergabe st\u00e4dtischer Grundst\u00fccke ber\u00fccksichtigt werden,<\/li><li>Gr\u00fcn- und Erholungsfl\u00e4chen sollen nur nachrangig bebaut werden, wenn es gar nicht anders geht<\/li><li>Wohnen, Arbeiten und Gewerbe solle zusammengef\u00fchrt werden (Nutzungsmix-Urbanit\u00e4t)<\/li><li>Gemeinschaftsfl\u00e4chen sollen geschaffen werden<\/li><li>Generationen\u00fcbergreifende Wohnformen will die Koalition bei Neubauvorhaben f\u00f6rdern<\/li><li>Es soll vor allem darauf geachtet werden zu bauen, was die Menschen, die dort leben, als gute Architektur und einladenden St\u00e4dtebau wahrnehmen (!) und die Koalition hat vertraglich vereinbart, \u201ezielgenau sicherzustellen, dass die notwendige Infrastruktur Schritt h\u00e4lt. Dabei geht es um die Infrastruktur an Kitas und Schulen, die Familienhilfe, Kulturangebote und Sportanlagen genauso wie um sichere Schulwege, attraktive \u00f6ffentliche Pl\u00e4tze, Stra\u00dfen und Wege, den \u00f6ffentlichen Nahverkehr sowie Barrierefreiheit\u201c.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Aber die Steilshoop Planung ist auch ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt, es gibt konkrete Verabredungen f\u00fcr die Situation in Steilshoop. Auch diese werden bisher nicht umgesetzt:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bezirks-Koalition will laut Koalitionsvertrag:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Gewerbe und\/ oder Gastronomie pr\u00fcfen<\/li><li>Perspektiven zur Weiterentwicklung der &#8222;Parkplatzfl\u00e4che&#8220; f\u00fcr alternative Nutzungen im \u00f6ffentlichen Dialog pr\u00fcfen (Ideenwettbewerb)<\/li><li>Gespr\u00e4che mit Stadtteilgremien weiterf\u00fchren<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Dies alles geschieht bis heute nicht<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bewohner*innen fordern daher einen Planungsstopp und Ber\u00fccksichtigung von <strong>\u00f6kologischen, sportbezogenen und stadtplanerischen Standards<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Es kann nicht nur um Zahlen im Wohnungsbau gehen, sondern vor allem um die Menschen im Quartier!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Uns geht es um den Stadtteil Steilshoop. 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